Vor einer Woche habe ich etwas erlebt, das mich tief verletzt hat.
Ich wurde aufgrund meiner Herkunft und meines Aussehens sehr schlecht behandelt. In diesem Moment ging es nicht nur um ein paar Worte oder eine unfreundliche Behandlung. Es war das Gefühl, als Mensch nicht mit derselben Würde und demselben Respekt behandelt zu werden wie andere.
Solche Erfahrungen hinterlassen Spuren. Man geht danach nach Hause und fragt sich: Warum wurde ich so behandelt? Was habe ich getan, dass jemand glaubt, er dürfe mich wegen meiner Herkunft oder meiner Identität anders behandeln?
Ich bin nach Deutschland gekommen mit der Hoffnung auf Sicherheit, Respekt und ein Leben, in dem jeder Mensch nach seinem Charakter und seinem Verhalten beurteilt wird – nicht nach seiner Hautfarbe, seiner Herkunft, seiner Sprache oder seinem Namen.
Ich werde nicht schweigen, wenn mir meine Würde genommen werden soll.
Ich möchte keinen Hass gegen Menschen. Ich möchte Gerechtigkeit. Ich möchte, dass Menschen einander mit Respekt begegnen. Und ich möchte, dass Rassismus nicht einfach als „Missverständnis“ oder „normales Verhalten“ abgetan wird.
Meine Herkunft ist kein Grund, mich zu erniedrigen. Meine Sprache ist kein Grund, mich weniger wertzuschätzen. Meine Geschichte ist kein Grund, mich auszugrenzen.
Ich bin ein Mensch. Ich habe Gefühle, Würde und Rechte – genau wie jeder andere Mensch.
Was vor einer Woche passiert ist, kann ich vielleicht irgendwann vergeben. Aber vergessen werde ich nicht, wie sich dieser Moment angefühlt hat.
Denn manchmal ist eine einzige Behandlung genug, um einem Menschen zu zeigen, wie dringend unsere Gesellschaft noch lernen muss, einander wirklich als Menschen zu sehen.
Wenn du mir genau erzählst, was vor einer Woche passiert ist (wo, was die Person gesagt oder getan hat und wie du dich dabei gefühlt hast), kann ich daraus eine noch persönlichere und tiefere Geschichte machen.
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